Gehostet haben uns die Young Dragons (Mladi Zmaji), welche seit 18 Jahren mit Jugendlichen in Ljubljana arbeiten. Sie werden von der Stadt finanziert und verfügen derzeit über acht Standorte. Dazu gehören auch zwei umgebaute Busse (einer mobil, einer fix), die mit Küchen, Musikinstrumenten und Co sehr gut ausgestattet sind und Jugendliche am Stadtrand erreichen.
Der erste Tag begann mit einer Begrüßung im Rathaus Ljubljanas von Ksenja Perko (Geschäftsführung Young Dragons) und Katarina Gorec (Vorsitzende des Jugendbüro des Stadt Ljubljana) und einem Überblick über die Jugendarbeit in der Stadt.
Programm-Highlights in Ljubljana waren:
- Die Führung durchs Center ROG, eine ehemalige Lederfabrik: Dort gibt es heute Werkstätten für Metallbearbeitung, Glasverarbeitung, Keramik, 3D Druck, Textiles sowie eine große Küche. Alles kann von Mitgliedern nach einer Einschulung und Zahlung eines geringen Beitrags genutzt werden.
- Besichtigung des queeren Jugendzentrums, welches Teil einer LGBTQ*-Organisation ist. Vor Ort werden kostenlose STD-Tests und psychosoziale Beratungsgespräche sowie juristische Hilfe im Fall von Diskriminierung angeboten. LEGEBITRA ist von außen kein sichtbarer queerer Ort, um die Zielgruppe zu schützen.
- Ein sogenannter „Mental Health Walk“, der eine sportliche Führung durch die Altstadt und auf den Festungsberg war. Dazu gehörten kurze (freiwillige!) Laufeinheiten sowie einfache Dehn- und Kräftigungsübungen. Grund für den Sport war die Verknüpfung von mentaler Gesundheit und Bewegung.
- Der Compassion (Mitgefühl) Workshop im Jugendzentrum Crnuke. Dabei gab es viel Raum für Reflexion und Übungen, um das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Der Workshop dauert etwa eine Stunde und wird in dieser Form mit Jugendlichen gemacht.
- Die Übernachtung im Hostel „Celica“ (Zelle auf Slowenisch), einem ehemaligen Gefängnis.
- Die extra für Jugendliche umgebauten Busse, ausgestattet mit Küche und Musikinstrumenten für mobile Jugendarbeit.
Zusammenfassend ist festzuhalten: Ljubljana hat eine dynamische und engagierte Jugendarbeitsgemeinschaft und die Vernetzung mit den Jugendarbeiter*innen vor Ort war sehr wertvoll. Wir freuen uns bereits auf den Gegenbesuch der slowenischen Jugendarbeit im Mai 2026.
Autor*innen: Ioana Cotinghiu (Verein Wiener Jugendzentren) und Jules Heger (WIENXTRA-IFP)
