Im Juli stand im Rudolfspark die spannende Aktion „Kim-Spiele – Die Welt mit allen Sinnen erfassen und erforschen“ im Mittelpunkt, die im Rahmen der Ferienspiele beworben wurde. Kinder aus der näheren und etwas weiteren Nachbarschaft strömten herbei, um die vielfältigen Wahrnehmungsmöglichkeiten ihrer Umwelt zu entdecken. Ziel war es, durch spielerische Aktivitäten die sozialen Kompetenzen, die Zusammenarbeit sowie die Verbundenheit innerhalb der Zielgruppe zu stärken.
Die Kinder tauchten tief in die Sinneserfahrung ein: Sie probierten Früchte blind und erkannten ihre Süße nur durch den Geschmack. Ihre olfaktorische Wahrnehmung trainierten sie, indem sie die Gerüche von Gewürzen errieten. Mit geschlossenen Augen lauschten sie den Klängen der Natur und von Instrumenten (wie z. B.: Handtrommeln, Triangel, Röhrentrommel, Schellen) und versuchten den Klängen zu folgen. Das Tasten war ebenso spannend: Baumwollsäckchen mit Natur- und Bastelmaterialien wurden erkundet. Die Kinder rieten, was sich darin verbarg. Beim Öffnen der Säckchen entdeckten sie bunte Perlen, Pompons, Bohnen, Linsen und Erdnüsse.
Zusätzlich konnten die Kinder an unterschiedlichen Parcours und Spielen teilnehmen: Blindenparcours, Balancieren auf verschiedenen Materialien, Körperumrisszeichnungen sowie das bewegte Katz- und Maus-Spiel unter dem Schwungtuch. Dabei erlebten sie ihren Körper in Bewegung, spürten Grenzen und erlebten sich selbst auf ganz neue Weise.
Insgesamt war dieser bewegte Nachmittag eine ganzheitliche Erfahrung, die alle Kinder – unabhängig von ihrer Entwicklung, ihrem Empfinden oder ihren Fähigkeiten – in ihrer Begeisterung und Selbstwahrnehmung bereicherte.
Mit etwas Aufwand wurde große Wirkung erzielt und eine inklusive Atmosphäre erschaffen. Wichtig war dem Team der Parkbetreuung Innere Stadt, stets offen für die Bedürfnisse der Kinder zu bleiben und die Spiele entsprechend anzupassen. So zeigte sich der Park als ein Ort, an dem Vielfalt gefeiert wurde und sich jedes Kind wohlfühlte.
Die Beobachtungen und Rückmeldungen zeigen, dass die Kinder auf die „Kim-Spiele“ äußerst positiv reagierten. Die Spiele konnten ihre Aufmerksamkeit fesseln und boten gleichzeitig einen Raum für kreative und soziale Entfaltung. Besonders hervorzuheben ist die gesteigerte Bereitschaft der Kinder, gemeinsam Aufgaben zu lösen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das Angebot trug dazu bei, soziale Barrieren abzubauen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Durch die vielfältigen Spielangebote konnten alle Kinder, unabhängig von ihren Fähigkeiten, aktiv teilnehmen, was die soziale Integration förderte.
Fazit: Das Angebot „Kim-Spiele“ hat in der Parkbetreuung deutlich positive Effekte gezeigt. Es trug maßgeblich dazu bei, die Zielgruppe spielerisch zu verbinden, soziale Kompetenzen zu fördern und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu entwickeln. Die verbindenden Elemente, die durch Kooperationsspiele, Kommunikation und Inklusion umgesetzt wurden, sind zentrale Faktoren für den Erfolg des Angebots und sollten auch in zukünftigen Programmen beibehalten und weiterentwickelt werden.
Die ganze Saison über haben die Teams der Parkbetreuung eine Tafel mit Piktogrammen ausgestellt, an der das tagesaktuelle Angebot beschildert war.
Autorin: Nicole Frithum, mit Inputs aus dem Team der Parkbetreuung Innere Stadt; KI unterstützt
Verein: WFB – Wiener Familienbund
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