Im Rahmen des Safer Internet Month hat der Jugendtreff Eleven ein interaktives Experiment gestartet, das Jugendlichen die Gefahren von Fake-Accounts und Social-Media-Betrug auf eine direkte und erlebbare Weise vermitteln sollte.
Ziel war es, damit die Medienkompetenz der Jugendlichen zu stärken, ihr Bewusstsein für Online-Sicherheit zu schärfen und eine kritische Auseinandersetzung zu fördern.
Es wurde ein zusätzlicher Instagram-Account erstellt, der als „Zweitaccount“ vom Jugendtreff Eleven ausgegeben wurde. Der Account sah optisch dem offiziellen Profil sehr ähnlich. Allerdings wurden gezielt Unstimmigkeiten eingebaut, wie zum Beispiel veränderten wir den Namen und das Profilbild ein wenig ein und entfernten die BIO unter dem Profilnamen. Zusätzlich wurden die Jugendlichen über Direktnachrichten angeschrieben und darüber informiert, dass dieser „Zweitaccount“ für den Fall einer Sperrung oder eines Hacks ? des Hauptaccounts eingerichtet wurde. Diese Nachricht war in einer, für das Jugendtreff Eleven ungewöhnlichen Schreibweise formuliert und wies außerdem zahlreiche Rechtschreibfehler auf.
So lief das Experiment
In den darauffolgenden Tagen haben die Jugendarbeiter:innen beobachtet, wie die Jugendlichen auf die Nachricht reagieren. Folgen sie dem neuen Account ohne ihn zu hinterfragen? Gibt es Rückfragen und versuchen einige die Echtheit des Accounts zu überprüfen?
Das Ergebnis: Nicht wenige haben auf die Direktnachricht geantwortet, die Follower-Anfrage ohne jeglichen Zweifel angenommen und dem Account unmittelbar zurückgefolgt.
Es gab allerdings auch Personen, die skeptisch waren, den Fake-Account nicht angenommen und über den offiziellen Account gefragt haben, ob das tatsächlich stimmt.
Schlussendlich wurde das Experiment auf dem offiziellen Eleven Account aufgelöst und erklärt, dass es darum ging Aufmerksamkeit für Fake-Profile zu schärfen, skeptisch zu sein und sich kritische Fragen zu stellen, bevor persönliche Informationen preisgegeben werden.
Medienkompetenz fördern
An den darauffolgenden Tagen gab es mit der Zielgruppe zahlreiche Gespräche darüber, welche Hinweise es bei Social Media Profilen gibt, um zu erkennen, ob diese echt oder fake sind.
Dieses Experiment ermöglichte es, die Jugendlichen – anstatt durch bloße theoretische Warnungen – in einer praxisnahen Weise auf Betrugsversuche durch Fake-Accounts zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie leicht man Opfer eines Fake-Accounts werden und vor allem wie man sich und andere davor schützen kann.
Mit vollem Erfolg!