Jedes Jahr entwickelt das Team des Jugend- und Stadtteilzentrums come2gether das Programm für eine Aktionswoche, die in den Semesterferien stattfindet. Der Titel 2026 lautete: „Es war einmal der Mensch“. Fünf Tage lang tauchte das Team gemeinsam mit unserer Zielgruppe (Menschen von 6 bis 12 Jahren) in die faszinierende Welt des menschlichen Körpers ein.
Die Struktur war jeden Tag die Gleiche: Das come2gether war von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Es wurden verschiedene Kreativangebote gesetzt und der menschliche Körper mit unterschiedlichen Methoden erklärt und erforscht. Der Höhepunkt war eine Aktion im Saal, an der alle mitmachen konnten. Zusätzlich dazu wurden die Besucher*innen mit Obst, Gemüse und Getränken versorgt, die gratis an der Bar zur Verfügung standen.
Montag bis Freitag stand immer ein anderer Aspekt im Mittelpunkt. Montag drehte sich alles um die Sinne. Es wurde ein Geräuschmemory gebaut und ausprobiert. An einer Laborstation mussten verschiedene Gerüche erkannt werden. Im Saal wurde immer zu zweit ein Parcours bewältigt: Ein Kind führte, das andere trug eine Augenbinde. Nach einem Durchgang wurden die Rollen getauscht und anschließend darüber reflektiert.
Am Dienstag widmeten wir uns dem Körper als Maschine. Wie funktioniert eine Lunge? Wofür brauchen wir ein Skelett? Und wie sind die Organe im menschlichen Körper angeordnet?
Ein spektakuläres Programm wurde am Mittwoch angeboten. Thema: Wie funktioniert die menschliche Verdauung? Sinnlich erfassbar wurde demonstriert, wie der Magen arbeitet. Bei der Verdauung von Kichererbsen im Plastikbeutel entstand schmackhafter Hummus, der gleich Teil des Buffets an der Bar wurde. Die Frage, ob laute Furze tatsächlich weniger stinken als leise konnte leider nicht geklärt werden.
Etwas ruhiger war es dann am Donnerstag. Die Besucher*innen waren an diesem Tag aufgefordert, ein wenig in sich hineinzuhören, ging es doch um die Gefühle und das Gehirn. Gemeinsam wurde nach Möglichkeiten gesucht, wie man mit Gefühlen wie Wut, Freude oder Ärger umgehen kann. An der Kreativstation konnten zum Beispiel Stressbälle produziert werden.
Zum Abschluss am Freitag wurde noch einmal ein Blick auf das gesamte Wunder Mensch geworfen und verschiedene Bereiche angesprochen. Bei einem Quiz an der Bar wurde das Gehirn gefordert, im Saal wurde eine kleine Choreographie einstudiert und zum Abschluss noch einmal eine große Merkballrunde gespielt.
Die Reflexion am Ende der Woche fiel positiv aus. Die Semesterferienaktion 2026 war jene mit den meisten Besucher*innen der letzten Jahre. Das Thema menschlicher Körper lockte Teilnehmer*innen aus ganz Wien an, es blieb aber auch Platz für unser Stammpublikum. Wichtig für den großen Besucher*innenzuspruch war sicher auch die intensive Bewerbung der Aktion an den Schulen im Stadtteil. Im Vorfeld wurde das Programm kurz in jeder Klasse vorgestellt.
Um das Programm im Einzelnen zu präsentieren, fehlt hier der Platz. Wer einen genaueren Einblick in diese Woche haben will, kann mit dem come2gether Kontakt aufnehmen.
Autor: Christian Orou für Jugend- und Stadtteilzentrum come2gether, Verein Wiener Jugendzentren
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